Uberspace.de: Der etwas andere Webhoster

Webhoster gibt es wie Sand am mehr, der Markt ist regelrecht übersättigt. Wirkliche Innovationen gibt es auf diesem Gebiet auch schon länger keine mehr, und spätestens seit es Angebote mit “unlimitiertem” Traffic und Webspace gibt, können auch die besten Angebote nicht mehr wirklich überzeugen.

Etwas Licht in diesen Einheitsbrei bringt der recht junge Webhoster Uberspace.de. Innovativ an diesem Webhoster ist vor allem sein Preismodell: Ihr bezahlt einfach so viel für euren Webspace, wie ihr wollt.

Nur ein Mindespreis von 1€ ist vorgegeben, irgendeine Garantie braucht der Anbieter ja schon. Ansonsten ist es euch komplett überlassen, wie viel ihr pro Monat für euren Webspace bezahlt. Egal ob 1, 10 oder 100€: Kein Kunde wird anders behandelt, nur weil er mehr als der Durchschnitt zahlt. Und scheinbar scheint das Konzept aufzugehen, immerhin zahlt laut Anbieter der überwiegende Teil der Kunden deutlich mehr als den Mindest-Euro.

Trotz des niedrigen Preises muss sich Uberspace mit seinem Angebot nicht vor den “großen” der Webhosting-Branche verstecken – im Gegenteil. Neben 10 GB Webspace, unbegrenztem Traffic, PHP und unbegrenzten MySQL-Datenbanken bietet Uberspace noch einige Features, die sonst nur zu deutlich höheren Preisen zu haben sind: SSH, Perl, Python, Ruby, Erlang, Lua, Compiler, node.js, FastCGI, CouchDB, MongoDB, HTTPS, Cronjobs, IMAP, SMTP, Webmail, qmail, vmailmgr, maildrop, SpamAssassin, Backups, eigene Logfiles, ~./service, runwhen, DSPAM und ezmlm-idx.

Auch bei der Nutzung ist Ubspace ein wenig anders: Grundkenntnisse über den Umgang mit der SSH-Konsole sind dringend ratsam. So ist es etwa nicht möglich, über eine Weboberfläche das Datenbank-Passwort seiner MySQL-Datenbank zu setzen oder zu ändern. Dazu muss der im Webspace enthaltene SSH-Zugang bemüht werden. Netter Nebeneffekt: Man lernt etwas über den Umgang mit Linux-Servern, ohne viel kaputt machen zu können, denn Root-Zugang gibt es natürlich nicht. Auch komplett ohne Grundkenntnisse steht man nicht alleine da: Uberspace bietet eine wirklich sehr ausführliche Dokumentation, in welcher jeder Schritt leicht nachvollziehbar erklärt ist. Wer sich nicht sicher ist, ob Uberspace das richtige ist: Der erste Uberspace-Monat ist komplett kostenfrei.

Nach dem Probemonat kann man entweder nichts tun (der Webspace verfällt dann einfach, Kündigen muss man nicht), oder seinen Uberspace mit Guthaben aufladen. Dies ist zur Zeit nur über eine klassische Überweisung möglich. Warum? Aus Gründen. Der monatliche Preis kann jederzeit verändert werden, sollte man einmal knapp bei Kasse sein, ist das überhaupt kein Problem.

Auch sonst gibt sich der Provider sehr transparent und legt unter anderem eine grobe Rechnung seiner monatlichen Kosten offen. Auch ist es möglich, über den SSH-Zugang alle nicht-sicherheitsrelevanten Konfigurationsdateien, wie z.B. die Konfiguration des Webservers, einzusehen.

Die Kommunikation zwischen Kunden und Uberspace findet über Twitter, e-Mail und Telefon statt, auf ein eigenes Ticket-System wurde verzichtet. Die Reaktionszeiten des Mail-Supports sind dabei wirklich schnell und freundlich.

In den nächsten Tagen wird euch Jonas vom Uberspace-Team hier mehr über die Uberspace-Philosophie, das Konzept und die Geschichte des Webhosters in einem Interview erzählen!

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1 Kommentare.

  1. Schöner Artikel,ich teste den Hoster auch gerade und bin bislang sehr zufrieden.

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